Modemagazine: Geschichte der größten Magazine – Vogue, ELLE & Co.

Modemagazine – Roter Teppich, Supermodels und top Designer, wer hält das alles fest? Willkommen in der Welt der Modemagazine! In diesen findest du alles zu Mode und den zugehörigen Trends. Mittlerweile lösen die Magazine sogar ganze Trend aus. Begleitet wird das von beeindruckenden Fotos, atemberaubenden Videos und die meisten haben mittlerweile auch Kanäle auf Sozialen Netzwerken. Von Vogue, Harper’s Bazaar und Elle hast du vielleicht schon mal gehört, hier erfährst du alles darüber wie es zu diesen Größen der Modewelt kam.

Modemagazine: Story der Storyteller

Um die die Modemagazine verständlicher zu machen, findest du hier einmal die Geschichte dieser zusammengefasst. Dafür beginnen wir ganz am Anfang der Geschichte des Buchdrucks.

Der Wandel der Gesellschaft und die Ablösung des Mittelalters seit dem 15. Jahrhundert haben verschiedene Entwicklungen ausgelöst. Diese führten auch zu der Entstehung und dem Aufschwung der Modemagazine.

Dies begann mit der Druckpresse, die eine bessere Möglichkeit für mehr gedruckte Informationen bereitstellte. Die Selbstdarstellung der 17. und 18. Jahrhundert führte zum Selbstausdruck über Mode und der illustrierten Berichterstattung darüber. Seit den dunklen Tagen der Industrialisierung werden die Modemagazine als Realitätsflucht verwendet. Diese sorgte auch für eine bessere Möglichkeit die Magazine für möglichst viele Leute zugänglich zu machen.

Seitdem ist die Industrie der Modemagazine immer weiter gewachsen. Einen Überblick über drei der bekanntesten Modemagazine findest du hier. Vogue, Elle & Co schlagen sich auch noch erfolgreich in dem Dschungel der Internetmedienlandschaft.

  • Vogue – Das Magazin Vogue bietet revolutionäre Cover, die due vielleicht bereits kennst.
  • Elle – Wichtige Elemente des Modemagazins ELLE sind Mode, Schönheit, Lifestyle und vor allem Selbstbestimmung der Frau.
  • Harper’s Bazaar – Das Magazin Harper’s Bazaar gilt auch als die „Mutter der Fashion-Magazine“, da es schon lange sehr erfolgreich ist.

Erfindung des Drucks: Möglichkeit für Magazine

Mitte des 15. Jahrhunderts wurde die Druckpresse mit beweglichen Buchstabenkegeln systematisiert. Die reine Technik war zwar vorher schon bekannt. Sie wurde in Teilen Asiens auch schon so ähnlich verwendet, aber Johannes Gutenberg passte sie für den kommerziellen Gebrauch an.

Kapitalismus und Weltbild: Neue Möglichkeiten

In dieser Zeit kamen die ersten Züge des heutigen kapitalistischen Systems auf. Das Handwerk, also zum Beispiel Schuster, Schneider und Tischler, gewann an Bedeutung. Diese konnten ihre Techniken und Produktion perfektionieren. Dadurch waren Handwerker in der Lage mehr als benötigt zu produzieren und erstmalig eigene kleine Gewinne zu erwirtschaften. Durch diese Gewinne konnten sie wiederum mehr als nur Gebrauchsgegenstände kaufen. Das heißt quasi: statt einem neuen Paar Schuhe, weil das alte kaputt war, kaufte man sich jetzt gleich zwei, wenn man das Geld hatte.

Dabei wurden Währungssysteme und Handel in Mitteleuropa gefestigt. Papier wurde günstiger und weniger aufwendig in der Herstellung. Damit konnte man es besser als Konsumgut nutzen.

Auch gesellschaftlich löste man sich langsam vom gemeinschaftlichen Grundgedanken des Mittelalters. Nach dem reinen Fokus auf Gott und das Überleben der Gemeinschaft, wurde nun der Mensch und sein Handeln in den Fokus gebracht. Neben der Oberschicht des Adels, die sich aus familiären Verhältnissen ergab, formte sich eine finanzielle Mittelschicht. Sie bestand überwiegend aus Kaufleuten, die mit Waren handelten. Natürlich entstand nicht dann schon direkt die heutige Gesellschaft, aber die ersten Grundsteine wurden gelegt.

  • Neue Produktionsmethoden = mehr Gewinn
  • Mehr Gewinn = mehr Kaufkraft
  • Also: es wird mehr als benötigt gekauft
  • Währungssysteme & Handel in Mitteleuropa gefestigt
  • Auch die Druckpresse wird optimiert
  • Papier wird günstiger & einfacher in der Herstellung
  • Gesellschaftlich: Mensch steht mehr im Vordergrund

Druckerzeugnisse: Vom Stadtschreier zur Zeitschrift

Über diesen gesellschaftlichen Wandel wurde die Verbreitung von Druckerzeugnissen immer häufiger. Aus den ersten Stadtschreiern, die auf den Marktplätzen standen und die Neuigkeiten verkündeten, wurden gedruckte Aushänge. Irgendwann erschienen dieses dann auch als Verkaufsgut, das man mitnehmen konnte und nicht fest an einem Ort hing, wie ein Aushang.

Zeitungen waren in der Regel überwiegend an dem aktuellen Geschehen und den neusten Informationen orientiert. Zeitschriften boten tiefergehende Artikel. Diese waren heutigen Analysen ähnlich. Ein weiteres beliebtes Mittel waren fiktive Gespräche über aktuelle Probleme. Dadurch konnte man diese diskutieren ohne sich vor einer Zensur fürchten zu müssen. Die ersten Zeitschriften waren so nah am Lebensalltag wie möglich und damit politisch.

  • Aushänge verkünden zunächst Nachrichten
  • Zeitungen lösen diese ab
  • Vorteil Zeitung: man kann sie mitnehmen
  • Erste Zeitschriften: lebensnah & politisch

Erste Trends: Gesellschaftliche Relevanz von Style

Gesellschaftlich war nun eine Oberschicht geformt, die einen Sinn für Geselligkeit hatte. Diese Geselligkeit ließ sich unteranderem durch gewisse Kleidungs- und Lifestylestandards ausdrücken. Damit hatte man einerseits Gesprächsstoff, konnte sich aber auch messen. Ganz nach dem Motto: „Wer hat denn das schönere Kleid oder hat eine höhere Bildung in einem bestimmten Thema?“

Einfach gesagt: das Thema, das wir heute grob als Trend bezeichnen würden, gewann an Wichtigkeit.

Erste Magazine: Vom Aufsatz bis zur Modeillustration

Während vorher die Kultur von abstrakten Texten geprägt war, um die Bibel als ganz drastisches Beispiel zu nennen, begann nun auch das reelle gesellschaftliche Leben zu interessieren. Wenn man also dies in seinen Druckerzeugnissen thematisierte, hatte man eine gute Geldquelle vor sich.

Nach der Erstveröffentlichung des „Gentleman Magazins“ von Edward Cave in dem Jahr 1732, etablierte sich der Begriff Magazin. Seitdem wurden Magazine unter diesem Begriff gedruckt. Diese waren gefüllt mit Aufsätzen und Artikeln.

Im Absolutismus des französischen 17. und 18. Jahrhunderts gewann Mode im Generellen an Bedeutung. Es ging vor allem um die übertriebene Selbstdarstellung des noch herrschenden Adels. Man feierte ausufernde Feste, baute beeindruckende Schlösser und stellte sich selbst mit den feinsten und aufwendigsten Kleidern zur Schau. Besonders Luxus öffentlich zu zeigen war ein Thema. Da die Magazine sich am aktuellen Leben orientierten, begannen sie Illustrationen von Kleidung anzubieten.

Diese wurden dann nicht nur von der Oberschicht gelesen, sondern auch von den Schneidern. Diese nutzten die aktuellen Trends der Oberschicht, um ihre Kleidung den ästhetischen Wünschen ihrer Kunden anzupassen.

  • Aktuelles gesellschaftliches Leben ist interessant
  • 1732: Begriff Magazin entsteht
  • 17. & 18. Jahrhundert: Mode wird wichtig
  • Selbstdarstellung basiert auf Kleidung
  • Erste Mode Illustrationen in Magazinen
  • Schneider nutzen die Trends der Oberschicht

Massenpresse: Popularität der Magazine

Die nächsten hundert Jahre gewannen die Modemagazine in England an Bedeutung. In dieser Zeit gab es sehr viele religiöse Spannungen in dem Land. Die Religion, die vielen Menschen vorher Sicherheit gegeben hatte, brach teilweise weg. Adel verlor immer mehr an Bedeutung, da die ehemaligen Handwerker nun erste Unternehmen aufbauten und ein Bürgertum bildeten. Dieses wurde die neue Oberschicht. Durch den generellen technischen und finanziellen Fortschritt, hatten auch immer Menschen die Möglichkeit lesen zu lernen.

  • Religion & Adel sind immer weniger wichtig
  • Unternehmer werden Oberschicht
  • Mehr Menschen können lesen

Industrialisierung: Zwischen Schmutz und Ästhetik

In der Realität dieser Zeit hatten die Kleider Löcher und die beginnende Industrialisierung zeichnete schwarze Wolken an den Himmel, aber im Modemagazin war die Kleidung schön und das Wetter gut. Die Mode war zwar inspiriert von der Realität, aber im Modemagazin viel schöner abgebildet, also fühlte sich das Lesen des Modemagazins natürlich besser an. Deshalb flüchteten sich einige Menschen aus der Realität in ein geschöntes Abbild dieser, zum Beispiel Modemagazine.

Die beginnende Industrialisierung mochte für die breite Bevölkerung vielleicht düster sein, aber für die Verbreitung der Modemagazine war sie ein Segen. Durch die Fabrikbesitzer bildetet sich das Bürgertum und die alte Gesellschaft des Adels begann sich aufzulösen. Die Arbeitsmärkte wuchsen, mehr Menschen konnten sich Mode und Magazine leisten. Auf der anderen Seite sorgte die Ausbeutung nicht so glücklicher Menschen dafür, dass die Magazine billig produziert werden konnten. Das war auch dem immensen technischen Fortschritt zu verdanken.

  • Industrialisierung: Realität ist schmutzig und grau
  • Modemagazin: schöne Abbildung von Kleidung
  • Also: Modemagazin dient zur Realitätsflucht
  • Mehr Wohlstand = mehr Leute können Magazine kaufen
  • Mehr Produktion = mehr Magazine können produziert werden

Neuer Markt: Rolle der Frau als Accessoire

Um neue Märkte zu erschließen, begann man auch an das weibliche Publikum zu adressieren. Es wurde wichtiger für hochangesehene Männer auch ihre Frau mit modischer Kleidung auszustatten. Damit konnten diese ihren Reichtum besser zur Schau zu stellen. Dadurch bekam die wenig rühmliche Rolle der Frau als Accessoire ihres Mannes noch einmal mehr Bedeutung. Trotzdem wurden die Modemagazine meist noch von Männern geführt, weil diese entschieden was attraktiv und schicklich für eine Frau war. Modemagazine formen bis heute einen Teil des gesellschaftlichen Bildes der Frau.

Für einige Frauen die Magazine auch eine Realitätsflucht, weil nicht jede in der gesellschaftlich erwarteten Rolle als Hausfrau und Mutter vollends aufging. Und Mode und Kleidung, die eng mit typisch weiblichen Aktivitäten wie Handarbeit verknüpft waren, konnte man noch eher akzeptieren. Zum Beispiel körperliche Beschäftigungen wie Sport dagegen, waren schwierig zu akzeptieren und Männersache. Deswegen wurde dieses Interesse gesellschaftlich gefördert und zum neuen Marktteil.

  • Frauen dienten als Accessoire ihres Mannes
  • Sie repräsentierten die Familie: mussten schön angezogen sein
  • Realitätsflucht vor Leben als ausschließlich Mutter & Hausfrau
  • Frauen sind Zielgruppe, aber Männer schreiben die Magazine

Neuer Markt: Vom Modemagazin zum Kaufhaus

Die Industrialisierung und die leichtere Verfügbarkeit der Magazine sorgte sogar für die Entstehung der Modekaufhäuser. Dort waren die aller neusten Stücke aus den Magazinen erhältlich. So förderten die Magazine nicht nur den Kaufwunsch, sondern stellten auch Shoppen als gesellschaftliche Aktivität in den Fokus. Dieser Vorgang machte Kleidung mit zum Konsumgut, da die Stücke nun einfacher erhältlich waren als direkt beim Schneider.

Das wirtschaftliche Wachstum und der damit entstehende Reichtum brachte auch die Haute Couture hervor. In diesem Atemzug entstanden auch die ersten Modemarken wie Chanel, Balenciaga, Dior und Yves Saint Laurent.

19. & 20. Jahrhundert: Modemagazine werden wichtig

Während die Industrialisierung dann vollends im Gange war, begann 1870 bis 1880 die wachsende Beliebtheit der Modemagazine. Dabei wurde 1867 eines der bis heute größten Modemagazine veröffentlicht. Harper’s Bazaar ging in New York in den Druck.

Ab dem frühen 20. Jahrhundert dann begann Mode als generelles gesellschaftliches Thema noch größer zu werden. Dementsprechend blühten auch die Modemagazine weiter auf. Viele verlagerten ihre Redaktion in Hochburgen des gesellschaftlichen und modischen Lebens, wie Paris und New York. Diese waren vor allem in den wilden 1920er Jahren die Trend-Städte.

  • 1870 bis 1880: Modemagazine beginnen zu wachsen
  • 1867: Harper’s Bazaar wird veröffentlicht
  • 20. Jahrhundert: Mode wurde zum noch größeren Thema

20. Jahrhundert bis heute: Frauen in der Mode

Der Konsum veränderte sich auch noch mal damit, dass Frauen ab Mitte bis Ende des 20. Jahrhunderts eine andere finanzielle Gewichtung bekamen. Rechtlich gesehen wurden sie immer freier und hatten mittlerweile eigene Einkommen. Der Markt war nun also weniger an Männer zu richten, die vorher die finanzielle Kraft hatten. Sondern er sollte sich spezifisch an die Frauen richten, damit die ihr eigenes Geld für das versprochene Modebewusstsein und die Aufmerksamkeit durch die Magazine ausgaben. Also versprachen die Magazine immer weniger das gesellschaftliche Ansehen des Mannes durch die Frau, sondern sicherten dieser ihr eigenes zu.

Mit den Unterbrechungen einiger Kriege und Weltwirtschaftskrisen verschärften die eben beschriebenen Entwicklungen sich und Mode bekam die wichtige Rolle im Lifestyle, die sie heute hat.

  • Mitte bis Ende 20. Jahrhundert: Frauen hatten eigenes Einkommen
  • Modemagazine werden jetzt von Frauen selber gekauft
  • Nicht mehr: von Männern für die Frau
  • Also: Zielgruppe verändert sich

Celebrities: Menschen die Magazine gemacht haben

Von den Supermodels der 90ern bis zur vielleicht bekanntesten und gefürchtetsten Redakteurin der Modebranche. Hier findest du Menschen deren Bekanntheit durch das Mitwirken in Modemagazinen kommt und die diese nachhaltig geprägt haben.

Supermodels 90er: Schön, reich & im Modemagazin

Eine Zeit bleibt für die Fashion Magazine besonders in Erinnerung: die 90er Jahre oder die Ära des Supermodels. Diese Models waren hochbezahlt und bekamen erstmalig als Model Celebrity Status. Sie wurden also auch als Personen geliebt. Bekannt sind sie meist für verschiedene Modenschauen mit Haute Couture, aber auch Werbeposter oder eben Magazin Cover. Dazu bekamen einige Filmrollen oder Musikvideoszenen. Dieses sorgte dafür , dass sie auch außerhalb der Modebranche populär wurden.

Der Start dieser Ära war ein Foto für das Cover der Vogue 1990. Dieses zeigte Naomi Campbell, Cindy Crawford, Christy Turlington, Linda Evangelista und Tatjana Patitz. Diese sollten die darauffolgenden Jahre Hauptmotiv der Magazintitelseiten werden. Naomi Campbell gelang es sogar als erstes schwarzes Model auf der Titelseite der bekannten Vogue abgebildet zu sein.

Eine weitere Bewegung in der Fashion Industrie, die auch bis heute die Magazine durchzieht, ist die „Size Zero“-Bewegung. Gestartet wurde diese durch den „Heroin-Chic“-Look von 90er Supermodel Kate Moss. Diese war eher klein und schmal gebaut, dazu sehr schlank.

Die Magazine profitieren von dem Kultstatus der Models und können die Innenseiten mit Interviews dieser füllen. Die Anfänge des Personenkults in der Mode sind gelegt. Ende der 90er lösten dann Filmstarts, Pop-Sänger und andere Celebrities die Titelbilder der Supermodels ab.

Supermodels: Mehr als die Modebranche

Supermodels wie Kendall Jenner, Gigi Hadid, Cara Delevingne und Naomi Campbell haben längst einen festen Platz in der Unterhaltungsindustrie und sind richtige Celebrities. Dabei siehst du sie heute nicht nur in dieser Branche. Modeschauen, berauschende Kleider und Instagram, was hinter einigen dieser eindrucksvollen Frauen steckt, erfährst du hier.

Anna Wintour: angsteinflößende Vogue-Chefin

Kaum eine Person ist in der Modeszene eine so bekannte Größe wie Anna Wintour. Sie wurde 1949 in England geboren. Als Tochter eines Journalisten begann sie tatsächlich bei Harper’s Bazaar ihre journalistische Karriere. Im Jahr 1986 wurde sie Chef-Redakteurin der Vogue in Großbritannien. Vermutlich ist ein Teil ihres Erfolges darauf zurück zuführen, dass sie direkt mit ihrer ersten Ausgabe einen Skandal provozierte. Das Cover dieser zierte eine Frau in Jeans und T-Shirt, was einigen Menschen wohl zu Casual war.

Trotzdem hat sie über die Jahre immer wieder absolute Treffsicherheit bei Trends bewiesen. Dazu hat ihre scharfe Kritik und beachtliche Macht in der Modebranche ihr einen kalten, herrischen und angsteinflößenden Ruf eingebracht. Das hat auch der bekannte Film „der Teufel trägt Prada“ nicht unbedingt verbessert. Die Figur der cholerischen Modemagazin Radakteurin Miranda Priestley soll auf Wintour beruhen.

Seit 2020 ist sie sogar Worldwide Chief Content Officer und Global Editorial Director des Verlags der Vogue, Condé Nast. Darunter fallen auch Magazine wie Glamour, GQ, The New Yorker, Vanity Fair und Wired.

Digitale Revolution: Verbreitung für Magazine

Trotz der etablierten Rolle der Modemagazine, werden auch die von dem generellen Kommunikationswandel der Medienlandschaft beeinträchtigt. Dieser Kommunikationswandel findet durch die enorme Wichtigkeit der digitalen Verbreitungsmöglichkeiten statt. Früher waren die verkauften Auflagen ein Anzeichen für Gewinn und Erfolg. Heute macht man Gewinn im Internet. Das ist aber mit der breiten Verbreitung des Internets viel schwieriger geworden. Schuld daran mag auch die unkontrollierte Bereitstellung von Informationen sein.

Auflagen unwichtig: Verbreitung über das Internet

Paywalls, also eine Bezahlschranke für bestimmten Online-Content, sind manchmal nur bedingt hilfreich. Denn viele dieser Inhalte können über andere Kanäle verteilt und abgerufen werden. Also warum sollte jemand dann für den Inhalt bezahlen, wenn er diesen auch umsonst auf Social Media findet?

Diese ganze Entwicklung des Kommunikationswandel stellt die ganze Medienbrache, einschließlich der Modemagazine, vor eine große Herausforderung. Neue Strategien müssen her.

  • Schwierigkeiten: Viel & kostenlose Information & News im Internet
  • Magazine stechen schlechter heraus

Neue Möglichkeiten: Trends und Personenhype

Aspekte der digitalen Revolution von denen die Modemagazine profitieren sind dagegen die Trend-Kultur und ganze Personenkults. Das Internet, insbesondere soziale Netzwerke wie Instagram, TikTok, kreieren ganze Bewegungen und Hypes um verschiedenste Dinge. Diese sind so abrufbar wie noch nie. Man muss also nicht mehr auf die Straße gehen und Leute befragen, was sie als relevant betrachten. Da reicht eine Umfrage in der Instagramstory. Die Magazine können dann darauf mit ihren Inhalten reagieren und sind perfekt auf den Nutzer zugeschnitten.

Der andere Punkt ist die Personenkultur auf Social Media. Stars aus verschiedensten Branchen erhalten Aufmerksamkeit wie noch nie. Deswegen kann man sich als Modemagazin mit Kooperationen schnell eine neue Zielgruppe an Bord holen. Auf der anderen Seite bekommen diese Celebritys so auch neue Aufmerksamkeit und oft neue Fans. Dies heizt die Personenkultur dann weiter an.

Diese funktioniert auf Social Media so gut, da das regelmäßige Posten diese Menschen unheimlich nahbar machen kann. Jetzt sind es nicht nur gelegentliche Interviews, sondern Ausschnitte aus dem täglichen Leben, mit denen wir uns identifizieren können.

  • Vorteil: Trends verbreiten sich & entstehen im Internet
  • Vorteil: Personenkult um Celebrities im Internet

Revolution: Kommunikationswandel zusammengefasst

Die digitale Revolution bietet neue Herausforderungen und Möglichkeiten. Diese veränderten die Kommunikation der Modemagazine und werden es auch noch weiter tun.

Geschichte im Überblick: Sortiert nach Zeit

  • 15. & 16. Jahrhundert: Druckpresse für mehr gedruckte Informationsquellen
  • 17. & 18. Jahrhundert: Übertriebene Selbstdarstellung, Mode ist wichtig als Teil dieser und wird dafür illustriert
  • Ab 19. Jahrhundert: Industrialisierung, Massenfertigung Magazine, Bürgertum
  • 20. Jahrhundert: Weiteres Wachstum dieser Strukturen
  • Digitale Revolution: Auflagen weniger wichtig, neue Kommunikationswege

Magazine: Top 3 – die musst du kennen!

Nachdem du nun eine Menge über die Geschichte des Modemagazins erfahren hast, findest du hier nun drei der bekanntesten Modemagazine.

Vogue: Revolutionäre Cover & Modemarke

Das Cover der Vogue geht regelmäßig durch die Medien. Eigentlich startete das Fashion-Magazin als High-Society Zeitschrift in New York. Anfang 1919 wurde es in ein Modemagazin umgewandelt. Schnell wurde die Zeitschrift für ihre hohe photographische Qualität bekannt. Vogue-Cover waren revolutionär und setzten bis heute Trends. Neben großen Celebritys, Supermodels und Designstücken, finden sich dort auch oft gesellschaftliche Themen, wie Diversität oder Naturschutz.

Hier siehst du ein beispielhaftes Cover mit Schauspielerin Lupita Nyong’o:

In der Vogue findest du Inspiration für alles. Von Schuhen über Sonnenbrillen bis Shirts. Mittlerweile gibt es sogar die Vogue Collection, eine eigene Modemarke des Magazins. Die Website, die alle Ausgaben für 28 Länder, beziehungsweise Regionen umfasst, ist unten verlinkt. Dort findest du auch ein mögliches Abonnement.

Für einen internationalen Überblick und die aller neusten Cover, kannst du dir auch die Instagram-Seite anschauen.

ELLE: Frau im Mittelpunkt & Selbstbestimmung

Das französische Modemagazin Elle wurde von einer Frau im Jahr 1945 direkt nach dem zweiten Weltkrieg gegründet. Die Gründerin Hélène Gordon Lazareff hatte zuvor schon für unteranderem die Vogue gearbeitet. Dadurch wurde sie inspiriert ihr eigenes Modemagazin zu schöpfen. Wichtige Elemente sind Mode, Schönheit, Lifestyle und vor allem Selbstbestimmung der Frau. Dies passt auch gut in den zeitlichen Kontext, denn Feminismus begann nach dem Krieg langsam wichtiger zu werden.

Hier siehst du Supermodel und Power-Frau Cara Delevingne:

Verglichen mir der Vogue ist der Instagram Auftritt Elles näher am Leben. Statt hochpolierter Cover Shoots gibt es Interviews, Selfies und sogar Sportausschnitte auf der Startseite zu sehen. In den Highlights über dem Feed finden sich dann neben den Covershoots auch gesellschaftspolitische Themen.

Harper’s Bazaar: Ungewöhnlicher Luxus

Harper’s Bazaar wurde bereits 1867 gegründet. Durch den frühen Start gilt das Magazin auch als die „Mutter der Fashion-Magazine“. Es ist adressiert an Frauen, die unkonventionellen Luxus lieben. Dies umfasst Casual bis Haute Couture. Durch die neuartige Gestaltung, insbesondere bei der Schrift, setzte das Magazin ganze Design-Trends.

Auch bekannt ist das Magazin für seine kritischen Statements gegen Modetrends bekannt. Hier bewerten sie die Looks der amerikanischen MET-Gala, einer bekannten Wohltätigkeitsveranstaltung:

Auf der Website findest du die aktuellsten Artikel und ausgefallenen Photo Shoots die immer wieder Geschichten geboten haben. Sie haben auch Pionieren der Fotografie wie Man Ray eine Plattform geboten.

Das Instagram Profil ist ähnlich aufgebaut. Viele Cover Shoots und gelegentlich ein Video. In den Highlights findest du außerdem eine Musik-Rubrik. Dort werden regelmäßig neue Playlists in Kooperation verschiedener Musiker veröffentlicht.

Top 20 Modemagazine: Liste

Du möchtest noch mehr über Modemagazine erfahren? Dann findest du hier die Liste der TOP-Modemagazine.

Mode! Designer, Shows und Supermodels

Was wäre Mode ohne Modedesigner, Modenschauen auf den Fashion Weeks weltweit und Supermodels? Lies hier mehr über die Welt und die Geschichte der Mode.

Modedesigner: Menschen hinter Chanel, Dior, Armani & Co.

Egal, ob auf der Fashion Week oder beim Shopping Trip, Luxus Marken wie Chanel, Dior und Armani kennst du bestimmt. Aber wusstest du auch schon wer dahinter steckt? Modedesigner, natürlich! Ihr Job ist es die Mode zu entwerfen, aber auch die Shows zu planen und zu leiten. Hier lernst du Coco Chanel, Christian Dior, Yves Saint Laurent, Karl Lagerfeld, Giorgio Armani und die Geschwister Gianni und Donatella Versace kennen. Diese Menschen zählen zu den erfolgreichsten Designern der Welt.

Haute Couture: Nur ausgewählte Modehäuser

Wenn man an die Fashion Week in Paris denkt, kommen einem vermutlich recht schnell die aufregenden Kleider der Haute Couture in den Kopf. Aber was steckt eigentlich hinter der Haute Couture? Eigentlich ist das ganz einfach, übersetzt bedeutet das „gehobene Schneiderkunst“. Wer dazu gehören darf, darüber entscheidet streng eine Zusammenschluss aus verschiedenen Modemarken. Neben diesen strengen Kriterien, ist es aber eine große Ehre für ein Modehaus dazuzugehören. Welche Modehäuser das sind, erfährst du hier.