Modeln im Ausland – René Vowerk als Männer Model in Istanbul

Modeln im Ausland Teil #1 – Rene Vorwerk war 45 Tage in Instanbul! Mit Model-WG und allem was dazu gehört, ein echtes Erlebnis: „Man trifft Models aus allen Ländern!“. Rene stand ua. für JACK & JONES, Lescon, Under Armour und Nike vor der Kamera. Als Model ins Ausland gehen? Für viele Models, sowohl New Comer als auch Profis, ein ständiges Thema. Mit einem Ausland-Aufenthalt kommen einige Planungen auf dich zu, belohnt wirst du mit reichlich Erfahrungen und Erlebnissen – egal wo auf der Welt du dich befindest.

Viele junge Models machen sich Sorgen, ob sie selbstständig im Ausland zurecht kommen, was genau sie erwartet und welches Land oder welche Stadt die richtige Wahl ist. René von Cocaine Models war gerade als Model in Istanbul unterwegs. Ich habe mit ihm über seinen Auslands-Aufenenthalt in der türkischen Metropole gesprochen. Im Model Blog findest du mehr spannende Erfahrungsberichte unserer Models, ua. aus New York & Miami, Athen und Kapstadt.

René sagt, Istanbul ist eine echte Erfahrung: „Man trifft Models aus allen Ländern“

CM: René, was hat dich an Istanbul gereizt?

Ich wollte generell zum Modeln ins Ausland gehen und da meine Mutteragentur in Deutschland Models für Istanbul gesucht hat, habe ich mich direkt gemeldet! Da ich schon vorher zum Urlaub machen in Istanbul war wusste ich, dass die Stadt super schön ist – lange überlegen musste ich da nicht!

CM: Wie hast du dich auf den „großen Trip“ vorbereitet?

Vorbereitet habe ich mich, indem ich ein bis zwei zusätzliche Tage im Fitnessstudio trainiert habe um körperlich wirklich auf top Niveau zu sein – das ist als Model für mich von großer Bedeutung um wettbewerbsfähig zu sein und zu bleiben!

CM: Dein Aufenthalt war ja nicht nur ein „großes Abenteuer“, sondern vor allem beruflicher Natur, was hast du allgemein für Erfahrungen als Model in dieser Stadt gemacht?

Neue Erfahrungen für mich waren definitiv die Jobs für die Musikvideos und den Internet-Werbefilm! Schauspielern war für mich noch komplett neu, hat mir aber unglaublich viel Spaß gemacht, da ich immer super nette Teams hatte! Ebenfalls eine gute Erfahrung war, dass man jeden Tag Models aus anderen Ländern trifft, sich unterhält, Meinungen und Erfahrungen austauscht und wirklich gute Kontakte und Freundschaften knüpft. Jeden Tag unter ‚Gleichgesinnten‘ zu sein fühlt sich super an, es gibt immer viel zu lachen und es wird nie langweilig!

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Jack&Jones, Lescon, Under Armour und Nike: Model René über seinen Erfolg in Istanbul

CM: Was für Model-Typen haben in Istanbul besonders große Chancen erfolgreich zu sein?

Nach meiner Erfahrung dort haben Mittel-Europäische blonde Model-Typen sehr große Chancen in Istanbul! Ich war dort sehr erfolgreich und habe jede Woche drei bis vier Jobs ergattern können!

CM: Was für Jobs konntest du so ergattern? Wie sind diese abgelaufen?

Anfangs waren es einige Webshop-Jobs. Nach den ersten zwei Wochen kamen dann die ersten Jobs von Castings, wie Musikvideos oder Katalog-Jobs für türkische Firmen. Nach vier Wochen konnte ich dann Webshops für bekannte Sportmarken wie ‚Nike‘ und ‚Under Armour‘ hinzu zählen. Je länger ich da war, umso besser wurden die Jobs. Gegen Ende kam ich in die Top 2 Auswahl für den neuen ‚Türkish Airlines‘ Werbespot und habe einen Kampagnen-Job für LTB-Jeans gemacht – Die Shop-Poster werden auch in Deutschland veröffentlich, worüber ich sehr stolz bin! Generell muss ich sagen, dass ich immer super nette Leute und Teams um mich herum hatte. Es konnten zwar nicht immer alle Englisch sprechen, man hat sich dennoch mit Hand und Fuß verständigen können!

CM: Wie sah dein Alltag und Tagesablauf in Istanbul aus? Was war am Alltag schwierig? Was war angenehm?

An Tagen an denen man einen Job hatte, wurde man zwischen 7.00 am und 9.00 am von unserem Fahrer abgeholt und zum Kunden gefahren. Meistens waren die Jobs dann um 4 pm bis 7 pm beendet. Teilweise standen nach den Jobs noch Castings oder Fittings an. War man nach allem nicht zu spät zu Hause, ging es dann immer noch in das Fitnessstudio. Natürlich gab es auch komplett freie Tage, wo wir zum shoppen in die Stadt gegangen sind oder ein wenig ‚Sightseeing‘ gemacht haben! Schwierig war, sich nach einem langen Job (oftmals 10 Stunden) noch auf Castings zu konzentrieren und den Kunden anzulächeln, gehört aber absolut zu dem Job dazu! Stressig waren lange Wartezeiten bei Castings – wenn man drei Stunden und mehr mit 60 Models in einem Raum warten muss und jeder versucht sich irgendwie zu beschäftigen. Angenehm an der Sache war, dass man wieder neue Kontakte knüpfen konnte!

CM: Wie hast du dort gewohnt?

Gewohnt habe ich in unserem Malemodel Apartment mit anfangs drei Models. Am Ende waren wir nur noch zu zweit. Unser Apartment war zweckmäßig klein, aber von der Lage super gut, wir konnten alles unter 10 Minuten zu Fuß erreichen!

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Model-WG, Fitnessstudio und City: Istanbul hat viel zu bieten

CM: Was hast du neben Castings und Jobs in der Stadt so gemacht und erlebt?

Nach dem Model-Alltag haben wir uns oft in der riesigen Shopping Mall in Sisli aufgehalten, welche zu den größten Europas zählt. Von unserem Apartment waren es 10 Minuten zu gehen. Dort gab es wirklich alles zu kaufen was man sich vorstellen kann! Es gab ein großes Spielcasino mit zwei Achterbahnen innen, das war atemberaubend! Einen Tag sind wir mit der Fähre auf die asiatische Seite Istanbul gefahren und dort die Straßen und Läden durchstöbert! Wir waren viel zu Fuß und mit der Metro unterwegs.

CM: Was sind deine persönlichen Highlights von Istanbul? (Auch besonders für Models)

Zu meinen Highlights gehört Istanbul an sich! Es ist eine unfassbar schöne Stadt, sowohl im Schnee als auch bei blauen Himmel! Wenn man mit Freunden in einem Café sitzt, türkischen Tee trinkt und besten Ausblick auf den Bosphorus und die andere Seite genießen kann, ist das ein super gutes Gefühl! Für Models ist es sehr interessant, weil es ein ganz anderer Modelalltag ist als ich ihn von Deutschland gewohnt bin weil man eben direkt mit anderen Models zusammen lebt und immer wen um sich herum hat!

CM: Was kannst du anderen Models für einen Aufenthalt in Istanbul empfehlen?

Zu empfehlen ist auf jeden Fall, sich auch nach einem langen und harten Tag nicht auf der Couch zu verkrümeln, sondern vor die Tür zu gehen um etwas von dieser wunderbaren Stadt zu sehen! Allgemein gilt natürlich sehr höflich auf Castings und Jobs zu sein – wenn alle glücklich und gut gelaunt sind macht es umso mehr Spaß!

CM: Was hat dir als Model in Istanbul besonders gefallen? Was war nicht so toll?

Nicht so gut hat mir die Bezahlung der Jobs gefallen, die ist viel geringer als man es in Deutschland kennt! Andern falls muss man sagen, dass man viel mehr Jobs in der Woche hat und es sich am Ende dann doch rentiert! Gut gefallen hat mir der Zusammenhalt und die Leute aus meiner Agentur, wir waren wie eine Familie unter einander. Bei den Jobs war es ähnlich – immer sehr höfliche und nette Leute.

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René Empfehlung: Eine extra Tube Face-Cleaner & Creme!

CM: Auf welche Probleme und Komplikationen können deutsche Models in Istanbul treffen?

Probleme kann manchen Models das türkische Essen machen. Wenn man das nicht mag und bei den Jobs nichts aus der Kantine isst, muss man immer selber für sich sorgen und sich etwas von zu Hause mit nehmen. Das Wasser aus den Leitungen ist nicht so sauber wie wir es aus Deutschland gewohnt sind und so hatten einige Models Probleme mit ihrer Haut – eine extra Tube Creme oder Reiniger aus der Heimat ist da nicht verkehrt!

CM: Was hast du von dem Aufenthalt als Model in Istanbul für deine Zukunft mitgenommen?

Mitgenommen habe ich viele Freunde und Konktakte zu Fotografen und Marken aus der ganzen Welt! Man wird ein wenig auf den Boden zurück geholt und merkt wie gut man es in Deutschland als Model hat, was Arbeitszeiten angeht! Allgemein betrachtet war es eine super schöne Erfahrung und ich würde mich nie anders entscheiden. Ich werde definitiv diese Jahr noch einmal hin fliegen und dort arbeiten!

CM: Worauf sollten sich Models die nach Istanbul kommen möchten vorbereiten? Was muss man besonders beachten?

Vorbereiten kann man sich eigentlich nicht wirklich, wie gesagt ist körperliche Fitness wichtig – wie überall anders auch wenn man sich den Beruf als Model ausgesucht hat! Von Cremes und Reinigungsmittel die man immer benutzt sollte man reichlich einpacken und sich teilweise auf einen harten Alltag einstellen! Istanbul ist eine 23 Mio. Stadt, da liegen an einem Tag schon mal 12 Castings an, mit Fahrtzeiten von bis zu einer Stunde! In manchen Gegenden sollte man Abends nicht mehr die Wohnung verlassen, da es gefährlich werden kann! Es gibt wie in jeder großen Stadt ärmlichere Viertel, die man definitiv meiden sollte! Wir hatten mit der Lage unseres Apartments in Sishane wirklich alles richtig gemacht!

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In Istanbul zählt der Respekt

CM: Kulturelle Unterschiede: Muss man als „Ausländer“ in Istanbul und allgemein in der Türkei etwas beachten? Gibt es bestimmte „Regeln“ und „Bräuche“ die jeder achten sollte?/ Was ist am Leben dort anders als in Deutschland?

In der Türkei gehen die Leute immer respektvoll mit älteren um, stehen in der Metro für ältere auf und lassen sie sitzen. Davon sollten sich manche Deutsche was abgucken! Typische Bräuche sind das die Leute mit Brot ihren Teller abwischen, um deutlich zu machen, dass sie satt sind! An meinen ersten Tagen habe ich mich gewundert, dass mir die Leute immer noch einen Nachschlag geben wollten bis mich einer aufgeklärt hat!

CM: Würdest du Istanbul zum Arbeiten für Models aus Deutschland empfehlen? Warum ja, warum nein?

Istanbul würde ich definitiv den deutschen Models empfehlen, weil wir wirklich viele Jobs abgreifen können und dort extrem gefragt sind! Man sammelt viele Erfahrungen für den Beruf und bekommt sehr gute Bilder von top Fotografen, um sein eigenes Portfolio zu erweitern! Für mich gibt es keinen Grund nicht zum arbeiten nach Istanbul zu gehen!

CM: René, lieben Dank für das Interview!

Lust auf mehr? Im Model Blog findest du mehr spannende Erfahrungsberichte unserer Models, ua. aus New York & Miami, Athen und Kapstadt.

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