Haute Couture Story: Paris, New York, London – Dior, Chanel, Givenchy & Co.

Haute Couture – Wenn man an die Fashion Week in Paris denkt, kommen einem vermutlich recht schnell die aufregenden Kleider der Haute Couture in den Kopf. Aber was steckt eigentlich hinter der Haute Couture? Eigentlich ist das ganz einfach, übersetzt bedeutet das „gehobene Schneiderkunst“. Ein Zusammenschluss verschiedener Modemarken entscheidet über die Regeln unter denen ein Label seine Kollektion Haute Couture nennen darf. Das darf bei Weitem nicht jeder. Dazu gilt die Haute Couture auch das Herzstück der Modeindustrie und hat sowohl Marken wie Dior, Chanel und Givenchy groß gemacht, als auch dafür gesorgt, dass Paris, New York und London die absoluten Modestädte sind.

Haute Couture: Revolution der Modeindustrie

Heute Couture ist nach wie vor eines der absoluten Vorbilder aller Modedesigner, aber was versteht man eigentlich unter dem französischen Begriff? Wörtlich bedeutet das „gehobene Schneiderkunst“. Aber zu den beeindruckenden Fähigkeiten, welche die Näher in den Ateliers beweisen, gehört bei der Haute Couture noch viel mehr. Wusstest du schon, dass die „Fédération de la Haute Couture et de la Mode“ genau darüber entscheidet, wer sich eigentlich als Haute Couture verkaufen darf? Dafür gibt es ganz bestimmte Kriterien.

Diese „Fédération de la Haute Couture et de la Mode“ geht sogar zurück bis in das 19. Jahrhundert. Dort gründete Frederik Worth das erste Modehaus und lies dann seine Ehefrau die ersten Modenschauen laufen. Worths Erfolg sorgte dafür, dass Mode in Frankreich besonders erfolgreich wurde. Er revolutionierte die Modeindustrie und legte die Grundsteine für die großen Modemarken, wie Chanel, Dior und Givenchy.

  • Paris – eigentlich ist Paris schon vor der Haute Couture eine bedeutende Modestadt gewesen, aber durch die Entwicklung der Mode bis heute gilt sie als die wichtigste Modestadt der Welt.
  • New York – der erste Weltkrieg sorgte dafür, dass die USA auch zu einem regelmäßigen Kunden der Haute Couture wurde und machte New York zur Fashion Stadt.
  • London – in den 60er Jahren kam die Londoner Mode als Teil der Gegenbewegung gegen das gesellschaftliche System dazu.

Definition Haute Couture: Was ist das?

Würde man den Begriff Haute Couture wörtlich übersetzen, käme dabei etwas wie „gehobene Schneiderkunst“ bei herum. Außer beachtlicher Handwerkskunst gehört aber noch wesentlich mehr zu der gehobenen Fashion aus Paris, die oft den Ton in der Modewelt angibt. Man kann die Haute Couture auch als die Mutter der Designer-Mode bezeichnen.

Feste Mitglieder & Prüfungsstandards

Nicht jeder Designer, der ausgefallene und handgearbeitete Kleider auf den Laufstegen zur Schau stellt, darf sich als Haute Couture bezeichnen. Denn darüber entscheidet die französische Kommission „Chambre Syndicale de la Haute Couture“ oder „Fédération de la Haute Couture et de la Mode“ nach strengen Kriterien. Es sind die 16 Modehäuser, die sich die aktuelle Haute Couture nennen dürfen. Sie müssen sich zwar jedes Jahr neu bewerben, aber diese 16 sind doch sehr beständig in der Welt der teuren Mode.

  • Adeline André
  • Alexandre Vauthier
  • Alexis Mabille
  • Bouchra Jarrar
  • Chanel
  • Dior
  • Franck Sorbier
  • Giambattista Valli
  • Givenchy
  • Jean Paul Gaultier
  • Julien Fournié
  • Maison Margiela
  • Maison Rabih Kayrouz
  • Maurizio Galante
  • Schiaparelli
  • Stéphane Rolland

Gast Mitglieder: offiziell keine Haute Couture

Und dann gibt es noch die Gast Mitglieder, die für ausgewählte Shows dazu kommen dürfen, aber nicht offiziell zu der Haute Couture gehören. Sie dürfen ihre Mode dann als Couture vorführen lassen. Diese wurden mit lockeren Kriterien hinzugefügt, da die Haute Couture, verglichen mit der anfänglichen Zahl an Mitgliedern, sehr rückläufig ist. Für viele große Modehäuser sind die handgefertigten Einzelstücke einfach nicht mehr gewinnbringend genug.

Hier ist eine Liste mit einigen dieser Gast Mitglieder:

Und nochmal auf einen Blick:

  • Haute Couture wird von der „Fédération de la Haute Couture et de la Mode“ entschieden
  • 16 Modehäuser gehören fest dazu (siehe Liste oben)
  • Gast-Mitglieder dürfen ihre Mode ausgewählt unter Couture vorführen

Schneidereien & Ateliere: Handarbeit

Ein Kriterium für Haute Couture ist, dass es handgearbeitete Einzelstücke sein müssen. Diese werden aus aufwendig aus luxuriösen Stoffen maßangefertigt. Über die wertvollen Materialien beeindrucken die Modehäuser mögliche Kunden und können sich messen – denn um tragbare Alltagsmode geht es hier nicht.

Es beginnt beim gezeichneten Motiv und geht bis zum fertigen Kleid. Oft nimmt die Fertigung der prunkvollen Kleider mehrere hundert Arbeitsstunden in Kauf. Perlen, Pailletten und Glitzersteine werden einzeln aufgenäht, jede Falte von Hand eingebügelt. Wegen des hohen Arbeitsaufwand müssen die Haute Couture Ateliers mindestens 20 Vollzeitangestellte beschäftigen.

  • Kleidung: handgearbeitete Einzelstücke
  • Luxuriöse Stoffe & Maßanfertigung
  • Bringt dem Modehaus hohes Ansehen

Wie das dann im Einzelfall aussieht, kannst du dir in diesem Video ansehen:

Haute Couture Modenschauen

Ein weiteres Kriterium ist, dass die Haute Couture Stücke nur zweimal mit mindestens 35 Modellen im Jahr gezeigt werden. Auf die Laufstege der Pariser Haute Couture Shows schafft es nicht jedes Model und es gilt als große Ehre in den Einzelstücken zu laufen.

Standort: Stadt der Mode – Paris

Das strittigste und in den letzten Jahren immer mehr gelockerte Kriterium ist die örtliche Gegebenheit. Das Atelier muss nämlich eigentlich in der Hauptstadt der Mode – Paris – sein. Da aber die Anzahl der Haute Couture Häuser abgenommen hat, da sich die teuren und aufwendigen Kleidungsstücke für viele Marken nicht mehr rechnen, gibt es nun auch die „membre correspondant“ (ausländische oder korrespondierende Mitglieder). Diese haben ihre Ateliers nicht in Paris, aber erfüllen alle anderen Kriterien.

Ein paar der bekanntesten sind:

Hier noch einmal das Standort Kriterium zusammen gefasst:

  • Atelier muss eigentlich in Paris sein
  • „membre correspondant“ für ausländische Labels

Geschichte Haute Couture: Woher kommt das?

Erfunden hat die Haute Couture tastsächlich ein Engländer namens Frederik Worth. Er eröffnete um 1850 herum sein eigenes Modehaus in Paris. Er war der erste, der seine Kollektionen im Voraus anfertigte und diesen Namen gab. Diese ließ er dann von seiner Frau vorführen. Diese bekam die Kleider maßgefertigt und für die Kunden wurden sie dann später nachgefertigt.

Seine Ehefrau Marie bildete andere Frauen für ihre Aufgabe aus und so entstanden die ersten Models. Noch eine Neuerung, denn davor wurden die Kleidungstücke der Schneider nur an Puppen gezeigt.

Neue Geschäftsideen: regelmäßige Modenschauen

Worths Modeschauen fanden zweimal im Jahr statt, ein Zyklus der sich bis heute gehalten hat. Es gibt jeweils eine Kollektion für den Frühling und Sommer und eine für die kalten Jahreszeiten, Herbst und Winter.

Auch nähte er Etiketten in seine Kleidung mit ein und machte so seinen Namen bei den Kunden bekannt. Denn wenn diese den Namen des Schneiders schon mal auf dem Etikett eines schönen Kleides gelesen hatten, kauften sie auch eher ihr nächstes Kleid bei ihm ein.

  • Zeigte seine Mode in regelmäßigen Abständen
  • Zwei Kollektion im Jahr: wie heute
  • Etiketten machten ihn bekannt

Schneider: endlich ein erfolgreicher Beruf

Das Modehaus „Masion Worth“ gründete er zusammen mit Otto Borbegh. Als einer der ersten Schneider schaffte er es durch seine geschickte Verkaufsstrategie gesellschaftlich aufzusteigen und viel Gewinn zu erwirtschaften. Die meisten seiner Kunden waren vom Bürgertum, also der reichen Oberschicht und er konnte sich ebenfalls dort integrieren. Das half seiner Bekanntheit.

Worth war also erfolgreich mit seinem Handwerk und das inspirierte dann auch andere Menschen. Mehr Schneider kamen nach Paris um ihre Mode dort zu verkaufen. Der Begriff des Couturiers, also des Schneider als Beruf und Unternehmer, entstand. Immer mehr Menschen arbeiteten für dieses Handwerk, was unweigerlich zur wachsenden Bedeutung des Berufszweigs führte. Auch gab es mehr Auswahl für Mode und das sorgte dafür, dass Mode mehr in der Gesellschaft diskutiert wurde.

Für das gemeinsame Handwerk der Couturiers, musste auch eine gemeinsame Interessenvertretung her. Diese befasste sich mit den politischen Interessen der Handwerker nach außen. Dazu setzte sie aber auch Standards innerhalb der Industrie fest und sorgte für gute Beziehungen unter den Couturiers. Deshalb wurde im Jahr 1868 die bereits erwähnte „Chambre Syndicale de la Couture Française“ gegründet. Mittlerweile heißt diese „Fédération de la Haute Couture et de la Mode“. Diese legt bis heute die Regeln fest, wer sich als Haute Couture und als Couture bezeichnen darf und welche Kriterien erfüllt sein müssen.

  • Worth machte als „Schneider“ ordentlich Gewinn
  • Das zog mehr Schneider an
  • Mode bekam hohe Bedeutung wirtschaftlich & gesellschaftlich
  • 1968: Gründung der „Chambre Syndicale de la Couture Française“
  • Das war eine gemeinsame Interessenvertretung der Schneider
  • Sie legt bis heute die Standards für Haute Couture fest

Wirtschaftliche Lage: Paris wird mächtig

Durch Worth wurde also Paris Stellung als Modestadt gefestigt. Gut hundert Jahre vorher hatte sich Paris schon bereits zur Modestadt Europas gemacht. Das hing vor allem damit zusammen, dass die damals noch adligen Herrscher ihren Reichtum zur Schau stellen wollten. Dafür musste natürlich auch die teuerste und wertvollste Kleidung her. Paris als Hauptstadt Frankreichs war das absolute Zentrum dieses Prunks und dort wurden die ausufernden Trends bestimmt.

Diese Adligen verloren aber durch die französische Revolution gegen Ende des 18.Jahrhunderts an Bedeutung. Stattdessen übernahmen durch die voranschreitende Industrialisierung die Fabrikbesitzer als neue Oberschicht. Trotz der Kaiserherrschaft, also Herrschaft eines Adeligen, wurde auch Geld und Kaufkraft zum Machtmittel. Menschen, die Geld hatten, konnten so ihre eigene Oberschicht formen. Da sich in Frankreich diese Oberschicht, auch als Bürgertum bezeichnet, sehr gut festigen konnte, stieg das Land zur Wirtschaftsmacht auf.

Von der besseren Wirtschaft und der internationalen Aufmerksamkeit für Frankreich profitierte dann auch das Modehaus. Der Standort in Paris machte diese zur Modestadt und zum Trendsetter in Mitteleuropa.

  • Vorher: Paris war Modestadt durch Adelige
  • Industrialisierung: Macht war weniger bei den Adligen & mehr bei Fabrikbesitzern
  • Geld & Kaufkraft waren ein Machtmittel
  • Neue Oberschicht bildete sich
  • Frankreich wurde Wirtschaftsmacht
  • Modehäuser nutzten die gute Wirtschaft

Krise: erster Weltkrieg & Amerika

Der erste Weltkrieg zehrte Europa wirtschaftlich aus, aber eine neue Wirtschaftsmacht stand auf der Bildfläche. Die USA hatte eine gewaltige wirtschaftliche Macht erhalten. Deshalb begannen die Modehäuser ihre Kleidung besonders für den US-amerikanischen Markt anzupassen. Dabei war die Kundschaft aber nicht mehr vor Ort und die Schneider konnten weniger direkt mit den Kunden in Kontakt treten. Das Verhältnis zwischen dem Käufer und Verkäufer wurde anonymer. Einige Modehäuser verkrafteten das wirtschaftlich nicht und mussten schließen.

Die wilden 20er brachten vor allem in den USA eine Wohlstands- und Konsumgesellschaft hervor, die sich Dinge für das Lebensgefühl leistete. Darunter natürlich auch Mode. Während New York in den 20er Jahren die Stadt mit den meisten Einwohnern der Welt wurde, spielte sich hier auch viel des kulturellen Lebens ab. Deswegen entstanden dort auch Fashion-Trends. Bis heute ist New York eine der einflussreichsten Städte in der Modeindustrie.

  • Erster Weltkrieg: Europas Wirtschaft war geschwächt
  • USA war dagegen in voller Blüte
  • Pariser Mode passte sich an den US-amerikanischen Markt an
  • New York wurde zur Modestadt
  • Aber: Kundenverhältnis wurde unpersönlicher
  • Einige Modehäuser müssten deswegen schließen

Rolle der Frau: passende Kleidung

Auch immer mehr Frauen gingen arbeiten. Deswegen benötigten auch sie praktische, aber schicke Arbeitskleidung. Um diese Bedürfnisse zu erfüllen, kamen dann auch die ersten Frauen in das Heute Couture Business. Ein strahlendes Beispiel dafür ist Coco Chanel.

  • Mehr Frauen gingen arbeiten
  • Sie brauchten praktische, aber schicke Arbeits- & Alltagskleidung
  • Beispiel: Coco Chanel

Eine aktuelle Modenschau von Chanel unter Designer Karl Lagerfeld, kannst du dir hier ansehen:

Krise: zweiter Weltkrieg & neue Talente

Der zweite Weltkrieg sorgte in der Haute Couture zu finanziellen Einbrüchen. Viele Designer mussten ihre Modesalons schließen und gingen nach England oder in die USA. Zu den bestehenden Kunden gehörten damals überwiegend noch die deutsche Führungsspitze der National Sozialisten.

Nach Kriegsende schaffte es die Haute Couture trotz der katastrophalen Umstände an vielen Orten trotzdem eine neue Kollektion vorzustellen. Dies bewies auch wieder das immense Durchhaltevermögen und die Wandlungsfähigkeit der Mode. So erholte sich bis in die 1950er Jahre die Modebranche in Paris wieder und Mode war wieder hoch im Kurs. Die erneute Beliebtheit der Haute Couture brachte auch viele der alten Designer und vor allem neue Talente nach Paris. Um einen der bekanntesten Menschen unter ihnen zu nennen – Christian Dior.

  • Zweiter Weltkrieg: finanzielle Problem & einige Modehäuser schlossen
  • Haute Couture überlebte aber & trotzdem wurden neue Kollektionen vorgestellt
  • 1950er: Mode wurde wieder beliebt
  • Alte Bekannte & neue Talente kamen nach Paris

Neue Talente: Italien & Rom

Durch die hohe Beliebtheit der Haute Couture kam auch schnell Konkurrenz großer Modelabels aus Italien. Um das einzuschränken, begann man sie als Gäste einzuladen und mit ihnen Kollaborationen zu erarbeiten. Das machte auch die Haute Couture in Italien sehr beliebt. Beide Seiten konnten davon profitieren. Die Italiener brachten ihr Lebendgefühl und einen sexy Glamour mit ein und lernte aber auch von den klassischen Designs der Pariser. Beide hatten auch neue Verkaufsorte gewonnen. Die italienische Hauptstadt Rom zählt deshalb auch zu den Modestädten.

  • Konkurrenz aus Italien
  • Es entstehen Zusammenarbeiten mit italienischen Häusern
  • Beide haben Vorteile davon

Tochter der Haut Couture: Prêt-à-porter

Die 1960er Jahre brachten gesellschaftliche Umbrüche hervor. Viele Jugendliche begannen sich mehr in den Fokus der Gesellschaft zu stellen. Zum einen politisch, über Themen wie Umweltschutz, Feminismus und gesellschaftliche Fairness, aber es wurde auch immer populärer, dass Teenager ihren eigenen Weg gehen wollten. Da sie alles anders machen wollten, kreierten sie auch viel mehr ihre eigenen Modetrends. Die Trendsetzung und hauptsächliche Kaufkraft verschob sich also zu den Jugendlichen.

Diese lehnten die eher klassische Mode der Haute Couture ab. Diese musste also wieder umdenken. In London, reagierte man am schnellsten darauf und kreierte Mode für alle, Hauptsache ausgefallen. Dies machte London schnell zu einer weiteren Modemetropole. Die Modehäuser aus Paris mussten darauf reagieren, weil ihnen die Kunden wegblieben. Sie begannen serienmäßig gefertigte Mode anzubieten. Diese wurde dann Prêt-à-porter oder heute auch oft Ready-to-wear genannt.

Um ihren Marktführerstatus zu halten begannen die Haute Couture Häuser Prêt-à-porter Modenschauen zu veranstalten. Dies verknüpfte beide Branchen miteinander und eröffnete auch den Modehäusern, die den Absprung schafften, neue Möglichkeiten.

  • 1960er: gesellschaftliche Umbrüche & Jugend mehr im Fokus
  • Jugendliche bekamen mehr Kaufkraft
  • London: machte Mode für genau diese Kunden
  • Paris reagiert & schaffte Prêt-à-porter Mode
  • Prêt-à-porter: tragebare & serienmäßig gefertigte Mode

Käufer Haute Couture: Wer kauft das?

Preislich gesehen findet sich Haute Couture bei der absoluten Oberklasse. Früher waren es geschätzt 20.000 Kunden für die Haute Couture. Mittlerweile ist diese Anzahl auf etwa 4.000 geschrumpft. Darunter finden sich Angehörige verschiedenster Könighäuser auf der Welt, aber auch einige Selfmade-Millionäre, Influencer und Unternehmer.

Dazu kommt eine Verschiebung der Kaufanzahl. Bei der geringeren Anzahl an Kunden könnte man meinen, dass die Anzahl an verkauften Kleidern auch abgenommen hat. Das ist aber nicht der Fall, eine Studie fand heraus, dass häufig anstatt der ehemaligen fünf Kleider pro Kunde, nun oft gleich 20 auf einen Schlag gekauft werden. Und diese sind nicht günstig. Mit dieser Kaufkraft bleibt Haute Couture nur etwas für die ganz Super-Reichen.

Darauf haben auch die Haute Couture Häuser reagiert. Naben den großen öffentlichen Modeschauen, geben bekannte Modehäuser wie Chanel eigenen nur für die Kunden. Journalisten und Fotografen bleiben dabei außen vor. Einige ganz reiche Kunden lassen sich die Entwürfe sogar einfliegen. Star-Designer Karl Lagerfeld gab an, dass das Verhältnis wohl sehr anonym sei und er die meisten seiner Kunden gar nicht kenne.

Für einige Kunden der High Society ist Mode auch ein Investment-Geschäft. Es ist wie Kunst, Manschen sammeln es und stellen es aus. Über die teuren Stücke kann man gesellschaftliches Ansehen bekommen und auch damit handeln. Denn je älter und ausgefallener es ist, desto mehr wird oft dafür von anderen Sammlern bezahlt.

  • Potentielle Kunden: Adelige, Selfmade-Millionäre, Influencer & Unternehmer aus aller Welt
  • Hohe Kaufkraft der Super-Reichen
  • Neben öffentlichen Modenschauen, gibt es auch private für die Käufer
  • Auch Investment-Geschäft: bringt gesellschaftliches Ansehen & Wert steigert sich

Mode Marken: Beispiele für Haute Couture

Nachdem du jetzt so einiges über die Haute Couture erfahren hast, stellen wir dir hier drei Marken vor, die du unbedingt kennen musst. Denn wer weiß, vielleicht ist ja auch deine nächste Anschaffung ein Haute Couture Kleid?

Dior: Retter der Haute Couture

Christian Dior ist ein international bekannter Modeschöpfer, der am 16. Dezember 1946 das gleichnamige Unternehmen gründete. Im Februar 1947 präsentierte Dior seine erste Kollektion, wo erstmals bekannt Modezeitschriften wie die „Harper´s Bazaar“ auf ihn aufmerksam wurden. Ab da an ging es bergauf mit dem Designer: Modenschauen, eine Vielzahl an neuen Produkten und eine rasante Verbreitung seines Namens.

Nach dem zweiten Weltkrieg sorgte unteranderem er dafür, dass die Haute Couture wieder an Popularität gewann. Und dieser Rum hält an. Bis heute ist das Modehaus Dior eines der beliebtesten der High Fashion. Heutzutage ist der Name Christian Dior in der Modewelt nicht mehr wegzudenken und ist für uns der Inbegriff von luxuriösen Produkten, Accessoires und Stil. Der legendäre Designer wäre im Januar 2020 115 Jahre alt geworden.

Du möchtest mehr über das französische Modehaus erfahren? Dann findest du hier einen ganzen Artikel zum Thema Dior!

Chanel: Schwarz – weiß & ausgefallene Muster

Stilikonen des französischen Labels sind das „kleine Schwarze“, wattierte Lederhandtaschen mit Steppnähten und Metallgliederketten, Chanel Kostüme mit bordiertem, kragenlosem Tweed-Jäckchen und ausgestelltem Rock. Viele Teile ziert das Firmenlogo, die zwei ineinander verschlungenen „CCs“. Ebenso prägnant sind die klassischen Kombinationen aus schwarz und weiß, für die das Unternehmen bekannt ist. Gerade ausgefallene Muster, oder Karo-Variationen stehen stark für Chanel.

Ausführliche Informationen zu den zeitlose Taschen, Ohrringen und dem Parfum No. 5 findest du hier.

Givenchy: Besondere Stoffe & leuchtende Farben

Bis heute ist Givenchy bekannt dafür luxuriöse Mode zu entwerfen, die von den Reichen und Berühmten mit stolz getragen wird. Typische Merkmale der Givenchy-Mode waren intensiv, leuchtende Farben und hohe Taillenschnitte mit luxuriösen Roben. Diese wurde aus extravaganten Stoffen mit ausgefallenen Blumenmustern entworfen und kombinierte diese mit übergroßen Hüten.

Der gleichnamige Designer war verantwortlich für die Modetrends der 1950er und 1960er Jahre und kleidete von First Ladies, über Schauspielerinnen, bis hin zu Prinzessinnen alles ein, was Rang und Namen hatte! Die Marke wird seit 1988 ohne den Unternehmensgründer geführt und legte nach seinem Tod besonderen Wert auf die Duftkollektionen für Ihn und Sie.

Mode Städte: Paris, New York & London

Diese Marken findest du besonders in den großen Mode Metropolen der Welt. Hier findest du drei davon mit praktischen Tipps für deine Shopping Tour.

Paris: Hauptstadt der Mode

Paris – die Geburtsstätte der Haute Couture und seit Jahrhunderten die Hauptstadt der Mode. Seien es die Könige im 18. Jahrhundert oder die reiche High Society der Unternehmer und Modebegeisterten.

Die Mode der Stadt gilt als elegant, romantisch und chic. Dezente Farben und stilvolle Schnitte beherrschen hier die Mode. Diese siehst du auch in Paris edlem Nachleben. Da ist es auch egal, ob man in das Restaurant am Eifelturm geht oder auf die feierliche Eröffnung einer Kunstausstellung, in einer bedeutenden Galerie. In der Kleidung der Top-Designer in Paris kann man es ordentlich krachen lassen und ist immer noch geschmackvoll gekleidet.

Damit du dich perfekt für deine Parisreise ausstatten kannst und auch dort den vollen Shopping Spaß erlebst, findest du hier unsere Shopping Tipps extra für deine Parisreise.

Willst du dir schon mal die besten Orte in der französischen Hauptstadt heraussuchen, hast du hier eine Karte der Stadt.

New York: Stadt der Besten

New York – die Stadt die größer, höher und schneller mit am besten kann. In den 1920er Jahren war New York die größte Stadt der Welt und Sinnbild des amerikanische Traums. Dieser besagt, dass man durch harte Arbeit und das gute Umfeld, eben Amerika, ganz schnell reich werden kann. Dort fand das gesellschaftliche Leben wie nirgendwo sonst stand.

Grundzüge davon finden sich immer noch im Stadt Leben der Metropole. Es geht um junge, neue und ausgefallene Ideen. Auch bei der Mode. Die unterschiedlichen Styles der Stadt sind unheimlich divers und verschieden. Häufig werden lockere Streetstyles, die super praktisch für das rasante Leben in der Großstadt sind, mit ausgefallenen Accessoires aufgepeppt.

Du möchtest auch an dem ereignisreichen Leben der Millionenstadt teilhaben? Hier findest du die angesagtesten Shopping-Locations in New York.

Und mit dieser Karte kannst du deine Shoppingtour dann auch ausgiebig planen.

London: Experimentierfreude, Neues & Altes

London – Provokation, Neues und Ausgefallenes werden hier großgeschrieben. London griff die gesellschaftlichen Entwicklungen der 60er für mehr persönliche Freiheit mit als erstes auf. Dadurch wurde die britische Hauptstadt mit der lebensnahen und rebellischen Mode ein ernstzunehmender Konkurrent für Paris.

Eines der Hauptmottos ist, neu und alt zu mixen. Also stylische Vintage Kleidung kombiniert mit den neusten Trends. Im Vordergrund stehen Experimentierfreude und Kreativität. Die ausgefallenen Kombinationen bieten Inspiration für alle Modefans.

Auch für London haben wir einen Shopping-Guide für dich zusammengestellt. Dort findest du die besten Orte für deine ganz besondere und modebewusste London Tour.

Den Weg zu den besten Locations findest du am besten auf einer Karte, wie dieser.

Mode! Supermodels, Designer, Magazine

Was wäre Mode ohne Modemagazine, Modenschauen auf den Fashion Weeks weltweit und Supermodels? Lies hier mehr über die Welt und die Geschichte der Mode.

Supermodels: Celebrities in vielen Branchen

Supermodels haben längst einen festen Platz in der Unterhaltungsindustrie und sind richtige Celebrities. Was hinter einigen dieser eindrucksvollen Frauen steckt, erfährst du hier. Supermodels wie Kendall Jenner, Gigi Hadid, Cara Delevingne und Naomi Campbell siehst du sie heute nicht mehr nur in dieser Branche. Hier findest du sechs der bestbezahltesten und bekanntesten Models und ihre Geschichte.

Designer: Wer macht die Haute Couture?

Die Haute Couture wurde vor allem durch die Designer geprägt. Hier lernst du Coco Chanel, Christian Dior, Yves Saint Laurent, Karl Lagerfeld, Giorgio Armani und die Geschwister Gianni und Donatella Versace kennen. Diese Menschen zählen zu den erfolgreichsten Designern der Welt und haben die Modewelt auch in der Haute Couture auf ihre ganz eigene Art und Weise verändert.

Magazine: Alles zur Mode & Trends

Willkommen in der Welt der Modemagazine! In diesen findest du alles zu Mode und den zugehörigen Trends. Auch die Haute Couture wird als High Fashion Größe ausgiebig diskutiert. Von Vogue, Harper’s Bazaar und Elle hast du vielleicht schon mal gehört, hier erfährst du alles darüber, wie es zu diesen Größen der Modewelt kam.